Samstag, 18. März 2017

Veränderung

So lange habe ich hier nichts mehr geschrieben.
Eine Zeit lang hatte ich wirklich keine Lust und ich hatte auch keine Idee, was ich schreiben sollte. 
Instagram ist um einiges einfacher : 
Schönes Foto aussuchen, zwei, drei Sätze dazu schreiben und ein paar Hashtags hinzufügen - fertig. Einfach und schnell.
Bei einem Blogpost habe ich immer das Gefühl, ich müsse mehr schreiben, mehr Fotos zeigen und zudem ist es zeitintensiver.
Die Zeit dafür hatte ich in den letzten Monaten einfach nicht. 
Natürlich hatte ich Zeit! Doch meine Zeit wollte ich dafür nicht hergeben.
Denn es passierte etwas in meinem Leben, dass mich verändert hat und diese Veränderung ist noch nicht abgeschlossen. Und das ist der Grund, weshalb ich hier nun wieder schreibe. Ich möchte diesen Blog nicht mehr ausschließlich für meine Bastelarbeiten nutzen - ich möchte Euch teilhaben lassen an meinen Gedanken, die mich täglich im Leben begleiten. Es wird persönlicher.
Dabei habe ich immer großen Wert darauf gelegt, nicht "so viel" über mich preiszugeben - und schon gar nicht, was meine Gefühlswelt angeht. 
Und jetzt - so kurios es ist - habe ich die Hoffnung, dass es mir helfen wird, wenn ich meine Gedanken teile. Die Zukunft wird zeigen, ob es wirklich geholfen hat...

Das Leben gibt einem manchmal Aufgaben, die für den ersten Augenblick nicht zu bewältigen sind. 
Man bekommt sie mit voller Wucht um die Ohren gehauen und dann stehst du da.
Hast Angst, bist wütend, bist traurig und dein Herz ist schwer wie Blei.
Jeder Atemzug tut weh, jeder Schritt ist schwer. Du kannst nicht schlafen und wenn du schläfst, dann träumst du davon. Morgens wachst du gerädert auf, dein Kopf pocht und trotzdem denkt er ununterbrochen an diese Aufgabe. Und so geht es lange. Tag für Tag. 
Und dann kommt irgendwann der Augenblick, wo man erkennt, das sich etwas verändern muss - die innere Haltung muss sich ändern, damit man die Aufgabe zumindest ein bisschen versteht und dann kann man versuchen, Stück für Stück sie abzuarbeiten. 
Ich weiß das diese Aufgabe prägend für mein Leben ist und ich werde mein Leben lang an dieser Aufgabe arbeiten. Ich kann mich davor nicht verstecken, ich kann die Augen davor nicht verschließen. Was ich aber machen kann, ist, sie anzunehmen. 
Denn dann hat diese Aufgabe nicht die Chance mich aufzufressen. 


"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Überzeugung, dass etwas Sinn hat, egal, wie es ausgeht."
                                                                                  Vaclav Havel


Es tut wahnsinnig weh, wenn einem die Hoffnung genommen wird, dass es nie wieder gut wird. 
Hoffnung ist doch das, was uns antreibt. 
Und dann gibt es sie nicht mehr. 
Die Aufgabe hat - wenn überhaupt - nur den Sinn, dass ich meinen Blick auf das Leben verändert habe. Kleinigkeiten im Leben weiß ich viel mehr zu schätzen und ich habe begonnen, jeden Tag als ein Geschenk zu sehen. Ich versuche, mich nicht mehr über Dinge zu ärgern, die ich eh nicht ändern kann und ich habe angefangen mich mehr mit mir auseinanderzusetzten. 
Dazu demnächst wohl mehr.
Ansonsten hat diese Aufgaben absolut keinen Sinn für mich. Ein ständiges "Warum?" schwebt immer über diese Aufgabe. 

Ich werde einen geliebten Menschen verlieren. 

...jetzt habe ich es geschrieben. Und diesen Satz zu lesen, tut weh und raubt mir den Atem.
Aber ich kann meine Augen davor nicht verschließen. Es ist die harte Realität.

#krebsisteinriesenarschloch

Das alles hier zu schreiben, soll mir helfen mit meinem "Abschiednehmen" umzugehen. Ich möchte weder Mitleid, noch Aufmerksamkeit dafür bekommen. 
Ich möchte meine Gedanken "los werden", in der Hoffnung, das mein Herz ein wenig leichter dadurch wird. 
Vielleicht wird mein Herz dadurch nicht leichter und ich lasse das hier mit dem schreiben - aber zumindest habe ich es versucht. Machtlosigkeit ist derzeit ein großes Thema bei mir, deshalb möchte ich alles tun, was ich noch tun kann.

Ich möchte nicht der Spielball des Schicksals sein.

Trotz Hoffnungslosigkeit und Machtlosigkeit bei manchen Dingen im Leben, dürfen wir niemals die schönen Dinge im Leben aus den Augen verlieren. 



Sarah


















Kommentare:

  1. Mir fehlen die Worte...sei ganz arg gedrückt...

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  2. Hey Sweetheart.
    Du machst das genau richtig - man muß die großen Aufgaben, die einem das Leben einfach vor den Latz knallt, ohne gefragt zu haben, nicht alleine stemmen. Reden und schreiben hilft sehr!
    Und die Wahl, ob Du Dich dadurch zum Opfer der Umstände machst oder offen bleibst für die schönen Dinge im Leben, hast Du ja bereits getroffen. <3

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